Rettet den Stadtwald!

Gefährdung durch tieffrequenten Schall

Info zur  z. Zt. in Überarbeitung befindlichen DIN 45680:2011-8 zum Themenkomplex „Belastung der Anwohner von Windenergieanlagen durch tieffrequenten Schall“.
Die zur Zeit in Überarbeitung befindliche DIN 45680:2011-08. Diese Norm (in der zur Zeit noch gültigen Fassung DIN 45680:1997-03) ist bereits heute für die Genehmigung von Windkraftanlagen maßgeblich.


Gefahren und Argumente

Moderne Windkraftanlagen laufen relativ ruhig. Getriebe und andere technische Teile der Windkraftanlagen wurden soweit optimiert, dass (zumindest in der ersten Zeit) kaum hörbare Schallemissionen von den Anlageteilen ausgehen.
Zu hören bleibt jedoch ein pulsartiges Rauschen. Dieses entsteht, wenn ein Flügel den Turm des Windrades passiert. In diesem Moment entsteht durch Verwirbelungen und Unterdruck eine Schallwelle. Diese ist z. T. hörbar (Rauschen) aber in erster Linie als „Schalldruckwelle“ nicht hörbar, da sich die Frequenz der Welle im Bereich unter 20 Hz befindet. Die Schallwellen mehrerer Windräder können sich addieren.

Dass Schallwellen nicht nur störend sind, sondern krank machen können, ist wissenschaftlich erwiesen! Im Bereich von 20 Hz bis etwa 60 Hz (tieffrequenter Schall) klagen Betroffene oft über ein im Kopf auftretendes Dröhn-, Schwingungs- oder Druckgefühl, das nur bedingt von der Lautstärke abhängig ist und bei stationären Geräuschimmissionen zu starken Belästigungen führt.
Im Bereich unter 20 Hz (Infraschall) besteht keine ausgeprägte Hörempfindung mehr. Jedoch können Frequenzen bis hinunter zu etwa 1 Hz wahrgenommen werden. Menschen nehmen das überwiegend als Pulsationen und Körperresonanzen wahr. Die Betroffenen spüren Ohrendruck, und klagen vielfach über Unsicherheits- und Angstgefühle. Als spezielle Wirkung ist die Herabsetzung der Atemfrequenz bekannt.
Für die Genehmigung von Windrädern wird unter anderem die DIN 45680:1997-03 herangezogen. Diese Norm wird aktuell dahin gehend überarbeitet, dass in Zukunft tieffrequenter Schall stärker berücksichtigt wird. Auf Basis dieser Entwurfsfassung der DIN (E) 45680:2011-08 hat die Bürgerinitiative Windpark-ADe eine Berechnung auf der Grundlage von Messwerten eines tatsächlich existierenden Windparks durchgeführt, um die erforderlichen Abstände zwischen Wohnbebauung und Windrädern zu prüfen.
Das Fazit dieser Berechnung lautet: Ein Abstand von 1.000 m zwischen einem Windpark und den umliegenden Ortschaften ist bei weitem nicht ausreichend, um annähernd den Anforderungen der überarbeiteten DIN (E) 45680:2011-08 zu genügen!
Wir fordern  daher, die Gesundheitsgefahren durch tieffrequenten Schall, der von Windrädern ausgeht, ernst zu nehmen und wissenschaftlich abzuklären! Nach heutigem Stand der Technik veraltete DIN-Normen und Zulassungskriterien sind vor dem Hintergrund der immer größer und leistungsstärker werdenden Windkraftanlagen nicht zu akzeptieren.
Die Abstände zwischen Windrädern und der Wohnbebauung müssen so dimensioniert werden, dass eine Gefährdung der Anwohner ohne „wenn und aber“ auszuschließen ist!