Rettet den Stadtwald!

Der direkte Vergleichspark zum Wehneberg läuft - für uns weniger überraschend - höchst defizitär. Wenn man schaut, wie oft bei uns die Anlagen stehen, dann werden die Zahlen für Hersfeld noch schlechter ausfallen:  Wo kein Wind - da kein Geld

 

Weilrod ist mit unserem Windindustriegebiet zu vergleichen. Ähnliche Kapazität und ähnlich erhöhte Windprognosen, die nun auf die Wirklichkeit treffen: http://www.usinger-anzeiger.de/…/windpark-weilrod-ist-unwir…


Das Windindustrie-Gebiet ist errichtet. Die Anlagen laufen. 

Das sollten sich alle Interessierten einmal live ansehen und anhören! Auch alle verantwortlichen Entscheider.

Hier ein paar aktuelle Pressemeldungen zum Thema:

Windkraft-Studie: Pro Jahr 308 getoetete Rotmilane

Schutzpflicht des Staates - Infraschall als pars pro toto - Persönliche Haftung von Stadtratsmitgliedern

Die brandgefaehrliche Macht des Öko-Kartells

 


Wo der Wind nicht weht, da kann auch kein Geld verdient werden. Unsere Experten-Analyse zur Wirtschaftlichkeit des Windparks Wehneberg: Wind_und_Wirtschaftlichkeit.pdf

 

Die Genehmigung ist da, aber im Moment wird noch nicht gerodet. Wir haben in Zusammenarbeit mit dem NABU Bad Hersfeld dafür gesorgt, dass die Standorte noch einmal gründlich untersucht werden müssen. Lesen Sie hier die Zusammenfassung der wichtigsten Punkte aus der Genehmigung:  Zusammenfassung_Genehmigung.pdf


Die Rhöner Säuwäntzt sind für ihren Humor, aber auch für ihre kritischen Texte bekannt. Was sie hier singen und zeigen ist allerdings gar nicht lustig:


Wir haben die Stadtverordneten noch einmal aufgerufen, sich zu entscheiden. Und zwar gegen die Änderung des Flächennutzungsplanes:

Offener Brief an die Bad Hersfelder Stadtverordneten vom 28.01.2013:

Sehr geehrte Damen und Herren Stadtverordnete,

Sie haben sich entschlossen, für diese Stadt Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Verantwortung bedeutet auch, angesichts veränderter Fakten und Einschätzungen zu einer neuen Beurteilung einer Situation zu gelangen.

Am Donnerstag werden Sie nun über die nächste Stufe zur Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) entscheiden. Seit der damals mehrheitlichen Entscheidung für eine Planung von Windkraftanlagen auf dem Wehneberg ist viel passiert. Bürger haben sich zu Wort gemeldet, zahlreiche Einwendungen wurden vorgebracht, Gutachten wurden verfasst und wieder in Frage gestellt, eine Mediation, dazu Demonstrationen und eine öffentliche Debatte in den Medien. Und nun müssen Sie erneut entscheiden. Und wieder Verantwortung übernehmen.

Am Anfang stand die Idee, die Sache auf den Weg zu schicken, um in Ruhe prüfen zu können. Dazu haben Sie einem Vertrag zugestimmt und das Verfahren unbeabsichtigt weitgehend in die Hände eines Investors gegeben. Im Laufe der Diskussion wurde immer deutlicher, dass hier wirtschaftliche Interessen vor den Belangen der Bürger stehen. Der Interessenskonflikt Wirtschaft contra Natur & Bürger wurde zementiert durch einen alles dominierenden Vertrag, der statt Geld zu bringen vor allem droht, Geld zu kosten. Ganze neun Monate hat es zwischen Vertragsunterzeichnung bis zur Bürgerinformation in der Stadthalle gedauert – gemeinsam haben wir dabei verpasst, mit einem Bürgerbegehren für Klarheit zu sorgen.

Wollen Sie Bad Hersfeld Windindustrie im Erholungswald mit Anlagen zugemuteten, mehr als viermal so hoch wie der Turm der Stadtkirche? Wollen Sie bei allen aufgekommenen Zweifeln, einseitigen Gutachten und trotz deutlicher Signale aus der schwarz-roten Bundespolitik, dass das Projekt noch unter Hochdruck realisiert wird? Schon jetzt ist von der ursprünglich versprochenen Pacht nicht mal die Hälfte übrig – viele haben vielleicht genau wegen dieser Erträge für das Projekt gestimmt. Die erwarteten Erträge wird es definitiv nicht geben. Geringer Wind und lange Abschaltzeiten für Fledermäuse, Vogelzug und bei Eisschlag reduzieren weiter. Zusammengeschmolzene Subventionen tun das Übrige. Sie wollten Windkraft nicht um jeden Preis und sicher nicht zum Schleuderpreis, also stimmen Sie gegen die aktuelle Planung!

Wenn Erkenntnisgewinn zur Meinungsänderung führt, ist das beste Demokratie. Sich hinter einem Investorenvertrag und einem Genehmigungsverfahren beim RP zu verstecken ist das Gegenteil. Es gibt ein mehrstufiges Verfahren, damit man Erkenntnisse gewinnen und in jeder Stufe neu entscheiden kann. Jetzt die Arbeit anderen zu überlassen, das ist feige. Es gehört viel Mut dazu seine Meinung öffentlich zu ändern. Aber sind es nicht immer die mutigen Entscheidungen, denen wir den größten Respekt entgegen bringen?

Unser Appell an Sie: Bitte stimmen Sie gegen die Änderung des FNP und schaffen Sie die Basis dafür, den FNP in Ruhe, fair und selbstbestimmt neu anzugehen. Dieses Signal wird auch von den Genehmigungsbehörden wahrgenommen werden.

Mit besten Grüßen

Markus Gressmann und Andrea Zietz

für die Bürgerinitiative Rettet den Stadtwald!


Da sich in Hersfeld und Ludwigsau zunehmend Widerstand gegen die geplante Windindustrie im Stadtwald zeigt, haben das Regierungspräsidium Kassel und das Land Hessen ein Mediationsverfahren angestoßen. Hier wurden von unabhängigen Mediatoren zunächst mit allen Interessensgruppen ausführliche Interviews geführt, um die einzelnen Standpunkte zum Projekt zu klären. Anschließend haben sich alle Beteiligten an einem Runden Tisch zusammen gesetzt, um dort die Standpunkte auszutauschen.

Die erste Veranstaltung war von großer Sachlichkeit geprägt. Viele Sachfragen wurden angesprochen und die Vertreter des Regierungspräsidiums haben das dort anhängende Genehmigungsverfahren erklärt. Der zweite Termin war dann schon etwas weniger sachlich und vielfach bestimmt von allgemeinen Themen, die unser Planungsgebiet nur bedingt betreffen. Trotzdem hat unsere Bürgerinitiative den einzigen Alternativ-Vorschlag zum Windindustriegebiet gemacht. (siehe Startseite)

Hersfelder Zeitung vom 30.11.2013

Am 14. Januar werden wir ein drittes Treffen haben. Wir sind sehr gespannt, ob dann auch andere Kompromissvorschläge vorgelegt werden.

Heute neu eingestellt - einfach anklicken:

BI und NABU - Zweifel an ABO-Wind- Gutachten


Das Klima wird rauer

Kai A. Struthoff über die Windkraft-Diskussion

Man kann zur Windkraft und speziell dem Projekt im Bad Hersfelder Stadtwald auf dem Wehneberg stehen wie man will: Das Agieren von Abo-Wind ist unglücklich und spaltet die in dieser Frage ohnehin schon gespaltene Region noch weiter.

Gewiss: Die Bürgerinitiative hat ihren Widerstand gegen das Projekt zu spät begonnen. Die politische Mehrheit in der Stadt steht hinter dem Vorhaben. Abo-Wind handelt rechtlich korrekt. Aber handelt Abo-Wind auch klug?

Die Gegner des Projekts auf dem Wehneberg haben viele berechtigte Fragen gestellt, auf die sie bislang keine befriedigenden Antworten erhalten haben. Die Vorbehalte der Bevölkerung gegen Windkraft-Projekte wachsen überall ? nicht nur in Bad Hersfeld.

Um Akzeptanz für die Windkraft zu erhalten, muss Vertrauen hergestellt werden. Jetzt aber ist der Eindruck entstanden, Abo-Wind wolle das Projekt durchpeitschen, um sich noch schnell einen Platz an den Fördertöpfen zu sichern.

Das Klima wird dadurch nicht besser, sondern rauer.   (aus: Hersfelder Zeitung vom 05.09.2013)


Es grummelt wieder am Wehneberg  

"Stadtwald-Retter" stellen Gutachten in Frage / Stadt verärgert über Alleingang der Firma Abo-Wind

Bad Hersfeld. Die Pläne für einen Windpark am Wehneberg sorgen weiter für Zündstoff. Die Stadt Bad Hersfeld wurde von dem Vorpreschen der Betreiberfirma Abo-Wind offenbar kalt erwischt. Der Tonfall der offiziellen Presseerklärung der Stadt lässt auf massive Verärgerung schließen. Abo-Wind sei ?einbestellt? worden. Dabei sei das Missfallen über das Vorgehen deutlich gemacht worden, heißt es dort.

Auch das von Abo-Wind initiierte Gespräch mit Vertretern der Bürgerinitiative ?Rettet den Stadtwald? ?verwundert die Verwaltung, da man gerade dabei ist, einen Moderationsablauf mit der Hessen Agentur einzuberufen, in dem auch dann die erste Auswertung der Stellungnahmen zum Flächennutzungsplan neutral dargestellt werden kann?, heißt es wörtlich in der Erklärung des Leiters der Technischen Verwaltung Johannes van Horrick. An dem Gespräch zwischen Bürgeriniative und Abo-Wind habe der Klimaschutzbeauftragte der Stadt, Guido Spohr, für die Verwaltung teilgenommen. Allerdings habe Abo-Wind keine Unterlagen bei zu dem Treffen dabei gehabt, was ebenfalls ?verwunderlich? sei.

Die Stadt habe die Unterlagen zum Genehmigungsverfahren inzwischen vom Regierungspräsidium erhalten und prüfe sie, um das weitere Vorgehen intern abzustimmen. Sie wolle die Informationen auch öffentlich machen. ?Aus Sicht der Stadt sind ja auch keine Geheimnisse zu verbergen?, meint van Horrick.

Das sieht die Bürgerinitiative aber offenbar anders. Sie zweifelt die vorgelegten Gutachten von Abo-Wind an. Die BI befürchtet, Abo-Wind wolle mit dem Antrag beim RP ?unumkehrbare Fakten schaffen?. Sie fordert deshalb einen sofortigen Stopp des Vorhabens.

?Die Befürworter des Projekts auf dem Wehneberg und somit die Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung haben uns gegenüber und in der Öffentlichkeit regelmäßig erklärt, dass alle Fragen bei der Aufstellung des Flächennutzungsplans sorgfältig geklärt und abgewogen werden, und dass über dieses Verfahren auch die Beteiligung der Bürger erfolge?, sagt BI-Sprecher Markus Gressmann.

Derzeit laufe die Frist zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung. ?In diesem Verfahren werden eine Vielzahl betroffener Bürger ihre Einwendungen formulieren. Bisher nicht im Verfahren berücksichtigte Belange werden damit erstmals zum notwendigen Gegenstand des Abwägungsprozesses?, erklärt er. ?Es liegen Erkenntnisse vor, die eine Projektfortsetzung massiv in Frage stellen?, so Gressmann.

Die Firma Abo-Wind verteidigt unterdessen ihr Vorgehen und beruft sich auf das Votum der politischen Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung. Dies pralle auf die Minderheitsmeinung der Gegner des Windkraft-Projekt, meint Projektleider Florian Lüders. ?Wir haben zu allen Themen Gutachten und für alle möglichen Konflikte eine Lösung.? Er weist Vorwürfe der BI zurück, wonach die geplanten Standorte am Wehneberg verschoben wurden. Dies sei nicht der Fall, die Windräder sollten an den ursprünglich vorgesehenen Standorten errichtet werden. (kai, von Kai Struthoff)                                                  (aus: Hersfelder Zeitung vom 05.09.2013)


 

Lesen Sie hier, warum gerade die Windenergie aus Deutschland die Stromversorgung in ganz Europa gefährdet. Energiewende: Nachbarländer erklären Deutschland den Stromkrieg



ACHTUNG! Akute WALDBRAND-Gefahr: Ministerium ruft zweithöchste Alarmstufe aus! 

Wenn Grüne rechnen - Die Energiewende wird unbezahlbar. Sie beruhte von vornherein auf einer volkswirtschaftlichen Fehlkalkulation. Aber niemanden scheint das nachhaltig zu stören.                    Lesen Sie hier den ganzen Artikel aus der Welt vom 22.07.2013


Brandaktuell: Die frühzeitige Bürgerbeteiligung läuft vom 15.07. bis zum 16.08.2013

 In Kürze hier genaue Informationen und Vordrucke zum Download!

Erste Bürgerbeteiligung zum Flächennutzungsplan vom 15.07. bis 16.08.2013!

Hier sind die Bürger gefragt! Ab dem 15.07. liegen die Pläne offen. Wir werden für Sie die wichtigsten Punkte, die gegen die Umwidmung unseres Erholungswaldes in ein Industriegebiet sprechen, hier zusammenstellen.

Trotz zahlreicher Versprechen sind erst hier die Bürger gefragt. Und trotz großer Ankündigungen wurde diese Beteiligungsmöglichkeit von unseren Stadtpolitikern eben nicht angekündigt, sondern auch noch GENAU in die Sommerferien gelegt. So ein Zufall!

Wir bereiten uns darauf vor und unsere Fachleute arbeiten im Eiltempo bereits im Hintergrund.

Ein transparentes und ergebnisoffenes Verfahren                                                              mit ernsthaft gewollter Bürgerbeteiligung                                                                             sieht anders aus, sehr geehrte Stadtverordnete!

In diesem Zusammenhang vergleichen Sie gerne noch einmal vorher und nachher! Im letzten Jahr klang es noch so:     Windkraft in Bad Hersfeld: Mehrheitsfraktion will ein transparentes Verfahren


Info-Abend war ein großer Erfolg!      (Lesen Sie dazu auch die Presseberichte!)

                                                   (Foto: HZ/Struthoff)

Der Info-Abend am Donnerstag fand so großes Interesse, dass die Stühle knapp wurden und die letzten Gäste im Gang sitzen mussten. Aber die Unbequemlichkeit hat sich gelohnt:

Zunächst wurde ein Modell vorgestellt, das zumindest auf kleiner Fläche die Dimension der Anlagen verdeutlicht. Im Verhältnis zum Kunststoff-Modell, das 60 cm misst, hat der Mensch nur noch die Größe eines Stecknadel-Kopfes. Jeder Baum, jedes Haus, selbst die imposante Stiftsruine sehen daneben wie unnatürlich geschrumpft aus. Die Justiz hat inzwischen den Begriff "Verzwergungsgefühl" geprägt.

In einer Präsentation zeigte Markus Gressmann den Zuhörern, wo die Bürgerinitiative gerade steht. Er ist dabei auf die Argumente der Projekt-Befürworter eingegangen, die immer wieder pauschal Windkraft gegen Atomkraft stellen. Die Alternativlosigkeit, die uns heute vorgegaukelt wird, gleicht der Alternativlosigkeit, die in den 70er Jahren bereits propagiert wurde. Uns wird vorgeworfen, wir hätten kein energiepolitisches Gesamtkonzept. Da stellt sich zuerst die Frage, müssen wir das haben, nur weil wir - aus zahlreichen guten Gründen! - diese Anlagen nicht auf Hersfelder Stadtgebiet haben möchten? Denn bei Licht betrachtet, haben die Windkraftbefürworter auch kein Gesamtkonzept. Viel schlimmer: Sie haben hier vor Ort nicht einmal über Alternativen nachgedacht!

Daneben wird der so genannten Energiewende im Moment alles bereitwillig geopfert. Wen interssieren schon Bäume, Tiere oder Menschen, wenn durch ihren Schutz das Ziel des Atomausstiegs gefährdet sei. Schon längst haben viele Fachleute gewarnt, dass die derzeitigen Ausbaubestrebungen für erneuerbare Energie über das Ziel hinaus schießen. Die extreme Hektik, die nun landauf und landab entstanden wird, ist der Ankündigung geschuldet, dass die EEG-Umlage nach der Bundestagswahl zurückgefahren wird. Und dann rechnet sich eine Windkraftanlage in windschwachen Gebieten wie dem unseren nicht mehr.

Und wer sich dem ganz ganz schnellem Umstieg um JEDEN Preis widersetzt ist automatisch ein Atom-Lobyist oder lebt nach dem St. Florians-Prinzip (Schütz nur mein Haus!). So einfach ist es nicht. Und so einfach machen wir es den Verantwortlichen auch nicht!

Der Vortrag von Dr. Witte über die Gefahren des Infraschalls hat aufhorchen lassen. Hierzulande wird immernoch nach dem Motto geredet, was wir nicht hören können, das gibt es auch nicht. In Baden-Württemberg (Grüne Landesregierung!) wird sogar unterstellt, dass nur diejenigen von Infraschall krank werden, die sich das vornehmen. So ein Blödsinn! Schlafstörungen, massives Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Tinitus und Bluthochdruck sind die Symptome, mit denen zu rechnen ist. Auf Dauer führt dies zu schwerwiegenden Erkrankungen. Denn: Dem Infraschall kann man nicht entkommen! Er geht durch die Erde, durch Mauern, Häuser einfach hindurch. Noch schlimmer: innerhalb der Häuser wird Infraschal gebrochen und reflektiert und damit noch intensiver. Inzwischen steht Herr Dr. Witte nicht mehr allein. Eine ganze Gruppe von Hersfelder Ärzten unterstützt ihn und hilft die Gesundheitsgefahren aufzudecken und die Menschen aufzuklären.

Unser Fachanwalt Patrick Harbor aus Göttingen hat den Zuhörern erklärt, dass wir juristisch erst am Anfang des Verfahrens stehen. Hier werden die Bürger wieder aktiv werden müssen. Zwischen dem 15.07. unbd 16.08., - also genau in den Sommerferien! - können die Bürger ihre Stellungnahmen einbringen. Wir werden Sie an dieser Stelle dazu noch sehr genau informieren.


Ein Artikel aus den osthessen-news: Die Gegner zeigen langen Atem


 Ein wahrer Informationsschatz: Die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.


Die Abstimmung ist durch:

Hitzige Diskussion um den Wehneberg

Bei der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag ging es nicht mehr ums Ganze, obwohl die Diskussion anderes vermuten ließ.

Die Parteien haben sich einen harten Schlagabtausch geliefert. Neue Argumente konnten von Seiten der Befürworter der Windkraftanlagen nicht geliefert werden.

Roland Luley (SPD) trug die Ergebnisse des Bauausschusses vor. Tatsächlich hat man sich dort erst jetzt, nach massiven Bürgerprotesten mit der einzig möglichen Alternativfläche an der Grenze zu Friedewald beschäftigt. Auch wenn dieses Gebiet eventuell möglich wäre, spricht der bereits geschlossene Vertrag mit ABO Wind dagegen. Luley forderte die Versammlung auf, die Bürgerinitiative ernst zu nehmen. Und auch nach der Beschlussfassung gibt es immer noch Gelegenheit für die Bürger Einfluss zu nehmen. Der Planungsfachmann stellte klar, dass die Änderung des Flächennutzungsplans nicht geeignet sei andere Flächen zu verhindern. Roland Luley selbst bleibt bei seinem Nein. Er möchte damit auch den Ortsbeiräten von Heenes und Allmershausen seine Stimme geben, die sich ganz eindeutig gegen das Projekt ausgesprochen haben, aber bei der Entscheidung nicht gehört wurden.

Eine gegenteilige Haltung vertrat Gerhard Finke, ebenfalls SPD. Für ihn ist alles im letzten Jahr entschieden worden. Er versprach den Bürgern trotzdem eine ergebnisoffene Prüfung und ein umfangreiches Bürgerbeteiligungsverfahren. Seine Prioritäten hat er klar gesetzt: Zuerst kommt für ihn das Ziel die Energiewende durchzusetzen und erst an zweiter Stelle folgt die Frage, was uns das kostet.
 

Wieder einmal gegen den Willen der Bürger
Gunter Grimm stellte für die CDU-Fraktion klar, dass die Mehrheitsfraktion hier wieder einmal gegen den Willen der Bürger agiert. Die Verschiebung der Entscheidung, vor vier Wochen von Monika Schmidt (Grüne) angestoßen, hat keine neue Rechtslage ergeben. Den Bürgern die Möglichkeit eines Bürgerbegehrens in Aussicht zu stellen, obwohl das gar nicht möglich ist, nannte Grimm pure Augenwischerei. Auch die CDU prangerte an, dass der geschlossene Vertrag den Stadtverordneten nicht bekannt gegeben wurde. „Ein Unding in diesem Gremium!“, so Grimm wörtlich. Die Konditionen für einen Ausstieg wurden vom städtischen Juristen erst jetzt geprüft.

Und immer wieder Fukushima
                                                                                                                                                                                          Nichts Neues kam aus der FDP-Fraktion. Für sie sprach Bernd Böhle und bezog sich wieder einmal auf das Unglück in Fukushima. Zwei Waldbegehungen, die Einsprüche der Bürger und alle anderen Argumente der Gegner des Projektes konnten ihn nicht überzeugen. Die Windanlagen seien nicht schön, aber man könne es ja nicht allen Recht machen.

Michael Bock (NBL) bemängelte, dass hier offensichtlich die Dinge nicht von ihrem Ende bedacht wurden und die Regressforderungen von ABO Wind der Stadt „nun auf die Füße fallen“. Die NBL bleibt geschlossen bei ihrem Nein zu dem geplanten Projekt, weil der Schaden viel größer sei als der Nutzen. Für die unsinnige Verschiebung der Abstimmung, um die Leute zu vertrösten, zeigte er kein Verständnis.

Hans-Jürgen Schülbe sprach dann deutlich aus, was auch die Bürgerinitiative anprangert: Eine ernsthafte Auseinandersetzung sei gar nicht mehr möglich, wenn bereits ein fester Vertrag geschlossen sei, aus dem es kaum einen Ausstieg gibt. Auch er bemängelte die viel zu späte juristische Prüfung. Er hätte sich einen Bürgerentscheid gewünscht. Nun fühlt er sich verpflichtet bei seinem Ja für die Anlagen zu bleiben, um die Stadt nicht finanziell zu belasten.
 

Ein Zurück war nicht gewünscht!                                                                                                                                                                               Bürgermeister Thomas Fehling brachte etwas Licht in das undurchsichtige Verfahren: Die Mehrheitsfraktion habe im letzten Jahr beschlossen, dass die Windkraftanlagen unbedingt auf dem Wehneberg aufgestellt werden sollen. Es sollte nach diesem Beschluss kein Zurück mehr geben und entsprechend war der Magistrat gezwungen den Vertrag nach dem Willen der Mehrheitsfraktion zu schließen. Der Magistrat ist nur ausführendes Organ. Dass sowohl der Vertrag als auch die Möglichkeit eines Bürgerbegehrens jetzt von der Stadt geprüft wurden, sei gar nicht die Aufgabe der Stadt.

Für Bündnis 90/Die Grünen sprach Monika Schmidt, die im Mai die Verschiebung der Entscheidung gefordert hatte. Sie sei damit der Forderung eines Leserbriefes gefolgt sich mehr Zeit zu nehmen. Sie sei davon ausgegangen, dass ein Bürgerbegehren möglich sei und findet es „schade, dass wir nun nicht wissen, was die Bürger tatsächlich denken“. Auch Schmidt konnte keine neuen Argumente vorbringen. Sie fühle sich aber zunehmend unter Druck gesetzt, sogar in ihrem persönlichen Wohnumfeld. Sie sieht keine Alternative zur Windkraft. Wieder beruf sie sich auf ein ornithologisches Gutachten der HGON. Die Bürgerinitiative hat bereits vor Wochen den Ersteller befragt, der es weit von sich weist hier jemals ein Gutachten erstellt zu haben. Es hat lediglich ein spärlicher Waldbegang (im Winter!) stattgefunden.
 

Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen?                                                                                                                                                      Uwe Kohlstädt bedauerte, dass die Parlamentsmehrheit mit dem Beschluss im letzten Jahr das Verfahren aus der Hand gegeben habe. Er fragte unter großem Beifall der anwesenden Bürger, wie eigentlich eine Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen erfolgen kann, wenn doch gar nicht alle Fakten bekannt seien. Er forderte die Mehrheitsfraktion zum Umdenken auf: „An jeder Stelle wollen Sie Bürgerbeteiligung, aber Sie haben die Bürger nicht beteiligt. Bei entscheidenden Dingen verweigern Sie dies.“


Silvia Schönemann (CDU) bedankte sich bei den Bürgern für das zahlreiche Erscheinen. „Tragen Sie nach außen, was Sie hier hören und was hier entschieden wird!“, forderte sie die Zuschauer auf. Schoenemann sieht hier eine Schlüsselfrage zur Abstimmung. Nicht nur den Hausberg der Hersfelder will die Mehrheitsfraktion opfern, noch dazu ohne sich um Fragen zum Brandschutz, zum Abstand der Häuser u.s.w. zu kümmern. „Wer so leichtfertig abstimmt, der stimmt auch in anderen Fällen so ab.“

Das letzte Statement vor der Abstimmung setzte die Tierärztin Antje Fey-Spengler für die Grünen. Sie unterstellte den Bürgern nur nach persönlichem Befinden zu handeln. Großen Tumult erntete sie mit ihrer Äußerung, dass das Verhalten der Projekt-Gegner bereits faschistoid sei.

Das Abstimmungsergebnis mit 24 Ja- (im letzten jahr waren es nich 28) und 13 Nein-Stimmen bei 5 Enthaltungen brachte keine großen Überraschungen. Lediglich in der FDP-Fraktion war die Stimmung gekippt  und nicht alle konnten dem Fraktionsvorsitzenden Böhle folgen und enthielten sich daher der Stimme.

Entgleisung oder Kalkül? 
                                                                                                                                                                                                   Dass ausgerechnet Frau Fey-Spengler die Bürger in dieser diffamierenden Art beschimpft, verwundert umso mehr, da sie selbst auf dem Wehneberg wohnt und arbeitet. Sie mutet ihren Nachbarn nicht nur ein zerstörtes Waldgebiet zu, sie beleidigt sie auch noch. Wohl überlegt, wie sie selbst sagte. Ob eine solche Stadtverordnete für die Grünen auf Dauer haltbar sein wird, bleibt fraglich, in überregionalen Gremien hätte sie wohl ihren Hut nehmen müssen. Wählbar wird sie zumindest für die betroffenen Bürger nicht mehr sein.


Ein letzter Appell an unsere Stadtverordneten:                         Rettet den Stadtwald!


Das Regierungspräsidium bestätigt                                                                                                                                                                            Windräder am Wehneberg: 1000 Einwände
(aus Hersfelder-Zeitung.de)
Hersfeld-Rotenburg. Die Einspruchsfrist gegen die Windkraftpläne in Nordhessen ist abgelaufen. Beim Regierungspräsidium Kassel (RP) gingen insgesamt 15 000 Einwände gegen den Teilregionalplan Energie ein, teilte RP-Sprecher Michael Conrad mit. Die Vorrangfläche auf dem Wehneberg bei Bad Hersfeld zog besonders viel Widerspruch auf sich.

1000 Einwände beziehen sich auf dieses Vorranggebiet HEF_056. Ähnlich umstritten sind nur noch Vorrangflächen bei Burghaun und Hünfeld-Dammersbach (Kreis Fulda) sowie bei Oberweser (Kreis Kassel). Das Gros der Einsprüche seien Masseneinwendungen, bei der die Unterzeichner eine vorbereitete Liste von Argumenten unterzeichnen, sagte Conrad. (mcj) 


Bitte alle Unterschriftenlisten dringend zurück!

Damit wir die Listen noch einlesen und erfassen können, müssen sie alle bei der Bürgerinitiative zusammen kommen. Bitte geben Sie Ihre Listen bei Andrea Zietz, Hof Wehneberg 4a in Bad Hersfeld ab oder sprechen Sie uns an, wir holen die Listen auch ab.

Schon mal ein DICKES Dankeschön an alle fleißigen Sammler! Stand 15.06.2013: Rund 3.400 Unterschriften sind bei uns bereits angekommen!


Auch Johannesberg lehnt Windkraftanlagen im Stadtwald ab!

Am vergangenen Samstag wurde die Unterschriftensammlung auf dem Hersfelder Johannesberg fortgesetzt. Vor der neukauf-Filiale im Douglasienweg wurden an unserem Info-Stand in kurzer Zeit über 150 neue Unterschriften gesammelt. Viele Johannesberger waren empört über das Vorhaben unserer Stadtverordneten. "Wo sonst treffen wir denn noch auf so einen vielfältigen Wald?", fragte eine der Unterzeichnerinnen. Recht hat sie!

Viele  Menschen haben sich lange am Info-Stand aufgehalten und ausführlich informieren lassen. Noch immer sind nicht alle Bürger über das Projekt aufgeklärt. Darum, liebe Unterstützer von Rettet den Stadtwald! reden Sie mit Ihren Nachbarn, Ihren Freunden und Kollegen darüber. Klären Sie die Menschen auf, was hier über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden werden soll. Der Wald und Tiere haben keine Stimme. Sie sind auf unsere Stimme angewiesen!


Die Stadtwerke Bad Hersfeld brauchen keine Windindustrie auf dem Wehneberg!

Markus Gilbert, der neue Geschäftsführer der Stadtwerke hat am 03.06.2013 in einem Interview der Hersfelder Zeitung eine klare Aussage gemacht zur Frage nach erneuerbarer Energie.

Markus Gilbert: "Es ist ganz wichtig, dass die Energiewende in Deutschland gelingt. Das ist politisch gewollt, und ich identifiziere mich damit. Das ist etwas, wozu ich mit den Stadtwerken auch gerne einen Beitrag leisten möchte. Die Stadtwerke sind gut aufgestellt über die Beteiligung, die sie auf der einen Seite mit dem Partner Thüga Erneuerbare Energien haben: Hier werden Anlagen der erneuerbaren Energie wie zum Beispiel Windparks betrieben. In dem Fall über Kooperationen an den Stellen, wo der Wind auch besonders gut weht."

Und weiter heißt es, dass die Stadtwerke Bad Hersfeld ab 2014 ALLLE Haushaltskunden ausschließlich und ohne Mehrpreis mit erneuerbarer Energie versorgen.

Die Windkraftanlagen sollen aber doch erst 2015 oder vielleicht Ende 2014 ans Netz gehen. Das heißt, Hersfeld braucht sie nicht, um die Energiewende in der Stadt zu vollziehen!!


Bürgerstammtisch:

Am Mittwoch, den 05.06.2013 findet in Kalkobes ein Bürgerstammtisch zu den geplanten Windkraftanlagen statt.

Dazu lädt der SPD-Ortsverein unter dem Vorsitz von Daniel Faßhauer recht herzlich ein.

Beginn: 19:30 Uhr      Ort: 1. Etage des Dorfgemeinschaftshauses am Berg


 

Erschreckend: Hier wollen wir angeblich "saubere" Energie erzeugen, aber lesen Sie, welche Belastung dies woanders auf der Erde bedeutet. Schade, dass dies für unsere Stadtverordneten nicht zählt: Neodym – ein problematisches Element für die Windkraft


Info-Stand war ein großer Erfolg!

 

Viele menschen haben sich informiert! Viele waren über das Ausmaß des Projektes entsetzt!

 

Auch an diesem Samstag waren wieder viele Mitstreiter in der Innenstadt unterwegs.

Zu den bereits etwa 1.800 zuvor gesammelten Unterschriften sind am 01.06. noch mal über 500 Unterschriften dazu gekommen!

Viele gute Gespräche wurden geführt und zahlreiche Hersfeld-Besucher wurden zum ersten mal auf das Thema aufmerksam. Die meisten waren entsetzt! Direkt unter der Stadtkirche wurde den Menschen das Ausmaß erst richtig deutlich: Ein Rotorblatt von 60 m Länge bedeutet einmal der Turm der Stadtkirche und noch ein Drittel drauf. Viermal der Turm der Stadtkirche übereinander gestapelt und wir sind noch nicht an der Spitze einer Windkraftanlage angelangt.

Herzlichen Dank an alle, die fleißig mitgeholfen haben Unterschriften zu sammeln und sich nicht gescheut haben auch mit den Windindustrie-Befürwortern zu diskutieren.


Information des Ortsbeirates Rohrbach an die Bürgerinnen und Bürger!

Die nachstehende Pressemitteilung wurde am 24. Mai gegen 8.45 Uhr an die Hersfelder Zeitung und den Kreisanzeiger mit der Bitte um Veröffentlichung gesandt.  Passiert ist nichts!

Die Mitglieder des Ortsbeirates stellen unter „Heimatzeitung, bzw. bürgernaher Zeitung“  was anderes vor! Dank an Osthessen-news für Veröffentlichung!

Pressemitteilung über die Sitzung des Ortsbeirats Rohrbach am 23.05.2013: Der Ortsbeirat Rohrbach ist einstimmig gegen die geplanten  Windräder von Bad Hersfeld auf dem Wehneberg!

Gründe: 

1. Die Windräder stehen in voller Höhe direkt vor der Nase der Rohrbacher!

2. Erhebliche Wertminderung der Anwesen, ggf. Regressforderungen nach dem BGB!

3. Durch die überwiegende westliche Windströmung wird es unvermeidlich zu Lärmbelästigungen kommen!

4. Schattenwurf in der Nachmittagssonne!

5. Erhebliche Minderung der Lebensqualität und ggf. Schädigung der Gesundheit der Rohrbacher Bürgerinnen und Bürger!

6. Beeinträchtigung der Flora und Fauna!

Gute Nachbarn gehen anders miteinander um!! All diese Nachteile sind die Rohrbacher nicht gewillt hinzunehmen!!

 Um es klar zu sagen! Der Ortsbeirat Rohrbach ist für die Energiewende und pro Windräder, jedoch soweit es möglich ist, sollte sie  natur-  aber auch menschenverträglich sein! Wir  Menschen haben auch ein Recht auf Lebensqualität!! Der Ortsbeirat sieht bezüglich der Windenergiestandorte im Landkreis Hersfeld – Rotenburg auch die Bürgermeister und den Landrat in der Pflicht.

Während der sogenannten Bürgermeisterdienstversammlungen unter Leitung der Landrats sollten für den Landkreis HEF – ROF Windkraftstandorte ausgewählt werden, mit denen Alle Bürger/innen dieses Landkreises leben können! Eine solche Vorgehensweise dient dem Allgemeinwohl! Hier sollten die Eurozeichen in den Augen einzelner Kommunen und privater Grundstücksbesitzer nur die zweite Geige spielen! Wer hier langfristig auf Gewerbesteuereinnahmen hofft, macht die die Rechnung ohne Wirt!  

Eins muss gewährleistet sein, dass die Planungen für die Windkraft mit den betroffenen Bürger/innen gemacht werden und nicht über deren Köpfe hinweg! 

Der Ortsbeirat Rohrbach ruf alle Rohrbacher auf, sich an der laufenden Unterschriftenaktion gegen die geplanten Windräder auf dem Wehneberg zu beteiligen.

 

 

Schöner neuer Wald: Betreten nur mit Helm und Sicherheitsschuhen

Der Wert der Natur muss bei Entscheidungen mehr Berücksichtigung finden

 

  • Jessel: "Die Bewertung von Ökosystemleistungen kann zur Erhaltung unserer Lebensgrundlagen beitragen"

Bonn/Vilm, 24. Mai 2013: Der Wert der Natur muss bei Entscheidungen von Politikern und Investoren mehr Berücksichtigung finden, so die zentrale Forderung von Fachleuten aus 25 Staaten zum Abschluss eines Workshops an der Internationalen Naturschutzakademie des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) auf der Insel Vilm. Dies betrifft neben den ökonomischen auch die sozialen und kulturellen Leistungen von Ökosystemen. Feuchtgebiete tragen zum Beispiel zur Wasserreinhaltung und damit zur menschlichen Gesundheit bei. Mangrovenwälder erbringen wertvolle Leistungen für den Hochwasserschutz und die Fischerei. Städtische Grüngürtel führen zu einer erheblichen Verbesserung der Luftqualität in Großstädten. Grundlage für die Erzeugung zahlreicher Nahrungsmittel ist die Bestäubung von vielen Kulturpflanzen durch Insekten.

Diese Leistungen der Natur müssen auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben. Dazu ist es erforderlich ihren Wert zu ermitteln und anschließend in räumliche Planungsansätze, betriebswirtschaftliche Bilanzen und Produktketten oder volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen einzubringen, so das Fazit der Fachleute. "Anhand nachvollziehbar aufbereiteter Bewertungen lassen sich Politikempfehlungen für Entscheidungsträger ableiten. Denn es geht nicht nur darum, die Auswirkungen von wirtschaftlichen Maßnahmen auf Natur und Umwelt einschätzen, sondern im Gegenzug auch deutlich zu machen, welche ökonomischen und darüber hinaus reichenden Werte und Leistungen die Natur für uns erbringt. Insbesondere über ökonomische Inwertsetzungen kann endlich eine Basis geschaffen werden, die Verursacher von Umweltproblemen an den Kosten der Wiederherstellung zu beteiligen", sagte BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel aus Anlass des heute zu Ende gehenden Workshops zum Thema Ökonomie von Ökosystemen und Biodiversität (TEEB, The Economics of Ecosystems and Biodiversity) an der Internationalen Naturschutzakademie des BfN auf Vilm.

An dem Workshop nahmen Expertinnen und Experten aus 25 Staaten teil, die in ihren Ländern sogenannte TEEB-Studien durchgeführt haben. Die Studien zeigen, welcher enorme Nutzen für das menschliche Wohlergehen durch die Nutzung von Ökosystemleistungen und Biodiversität entsteht. Darüber hinaus können die Ergebnisse der Studien dazu beitragen die "Green Economy" umzusetzen, die von der UNO im vergangenen Jahr beim Rio+20-Gipfel als zentrales strategisches Instrument für nachhaltige Entwicklung benannt wurde und dem sich auch die Bundesregierung verpflichtet sieht. "In einer Green Economy sollen Investitionen aus öffentlichen Mitteln dorthin gelenkt werden, wo sie auch in Zukunft den Erhalt von natürlichen Ressourcen sicherstellen. Biodiversität und Ökosysteme stellen die Grundlage des menschlichen Wohlergehens dar. Die TEEB-Bewertungen können dabei helfen, geeignete Investitionen für ihren Erhalt auszuwählen", so Jessel.

Aber auch für die Nutzung der Ergebnisse auf lokaler oder sogar betrieblicher Ebene gibt es laut den Fachleuten großes Potenzial. So sind Unternehmen z.B. durchaus an Informationen über die Auswirkungen ihrer Handels- und Lieferketten auf Ökosystemleistungen interessiert. "Die Bemühungen in Deutschland von Seiten staatlicher Organisationen und der Wissenschaft, den Wert von Biodiversität auch im Unternehmenssektor bekannt zu machen, sind vorbildhaft", so Nicolas Bertrand, der Leiter des TEEB Büros des UN Umweltprograms.

Der Workshop wurde vom BfN gemeinsam mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und dem Forschungsinstitut Alterra aus Wageningen in den Niederlanden organisiert. Zu den Teilnehmern gehören auch Vertreter der EU Kommission und der Europäischen Umweltagentur.

Hintergrund:

Im Jahr 2005 haben die Vereinten Nationen die Ergebnisse des Millennium Ecosystem Assessments vorgestellt. Darin wurde der Zustand der Ökosysteme durch die Analyse und Bewertung ihrer Leistungen für das Überleben auf unserem Planeten dargestellt. Im Rahmen der deutschen G8-Präsidentschaft initiierte Deutschland 2007 gemeinsam mit der Europäischen Kommission die internationale TEEB-Studie. Ihr Ziel war es, Ökosystemdienstleistungen einen Wert beizumessen, um der weltweiten Naturzerstörung mit ökonomischen Gegenargumenten entgegenzutreten. In den vergangenen Jahren wurden Berichte für verschiedene Zielgruppen und zu unterschiedlichen Ökosystemen veröffentlicht. Deutschland arbeitet seit 2012 an einer nationalen TEEB-Studie (http://www.naturkapitalteeb.de/aktuelles.html). Schwerpunkte der deutschen Studie sind neben Biodiversität und Unternehmen die Ökosystemleistungen urbaner und ländlicher Räume sowie das Thema Klimapolitik und Naturkapital.

Quelle: Bundesamt für Natirschutz

Info-Stand am Rathaus:

Unser Infostand am Rathaus war ein voller Erfolg!

In rund zwei Stunden haben wir über 400 Unterschriften gesammelt. Viele Bürger sind nur dafür in die Innenstadt gekommen und haben uns bereits am Lullusbrunnen erwartet.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

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Übergabe der Unterschriften an Bürgermeister Thomas Fehling:

Am Mittwoch, 22.05.2013 hat unsere Bürgerinitiative die bisher gesammelten Protest-Unterschriften an den Bürgermeister übergeben.

Dazu wurden Presseartikel, Leserbriefe und Kommentare überreicht. Thomas Fehling wurde gebeten die rund 1.3000 gesamelten Unterschriften an den Regierungspräsidenten nach kassel zu übersenden.

 

Unsere Mitstreiterin Ingrid Gebhardt hat die Unterschriften-Sammlung angestoßen und übergibt die gesamte Mappe an den Bürgermeister. (Foto: HZ/Maaz)